Du hast eine Stereoanlage, die immer noch richtig gut klingt? Einen Plattenspieler, der seit Jahren treue Dienste leistet? Oder ein Heimkino-System, das du eigentlich gar nicht ersetzen willst? Aber Spotify geht nicht. AirPlay? Fehlanzeige. Bluetooth? Meistens auch nicht.
Mit zwei Geräten von Arylic lassen sich diese Probleme lösen — der LP100 für 399 € und der LP10 für 99 €. Beide bringen quasi jedes Audiosystem der letzten Jahrzehnte in die Streaming-Welt. Egal ob die Anlage von 2015 ist oder von 1995 — solange ein AUX- oder Phono-Eingang dran ist, geht es.
Transparenzhinweis: Dieses Video wird von Arylic unterstützt. Beide Produkte wurden kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt aber wie immer meine Meinung.
Was ist ein Musikstreamer — und warum brauchst du sowas?
Im Grunde ist ein Musikstreamer eine kleine Box, die sich mit deinem WLAN verbindet und Musik von Diensten wie Spotify, Tidal oder Apple Music direkt über dein bestehendes Soundsystem abspielt. Ohne Umweg über dein Handy, ohne Bluetooth-Kompression, in voller Qualität über WLAN.
Der Unterschied zu Bluetooth-Streaming ist größer als gedacht:
- Über WLAN streamst du verlustfrei
- Deutlich mehr Reichweite
- Dein Handy bleibt frei für Anrufe und Nachrichten, ohne dass die Musik abbricht
Arylic LP100 — der Alleskönner für 399 €
Der LP100 ist das größere und teurere Modell. Er kann absurd viel für den Preis. Im Kern ist er ein Musikstreamer, aber gleichzeitig auch Vorverstärker, DAC und Phono-Vorverstärker für Plattenspieler.
Das Killer-Feature: Bluetooth-Senden
Der LP100 kann Bluetooth empfangen UND senden. Das heißt konkret:
Ich schließe meinen Plattenspieler hinten an den Phono-Eingang an, und der LP100 schickt das Signal kabellos an meine Bluetooth-Kopfhörer oder an einen Bluetooth-Lautsprecher. Mein Plattenspieler hat jetzt quasi Bluetooth — ohne dass ich irgendetwas am Plattenspieler selbst verändern musste.
Und das mit hochwertigen Codecs: Der LP100 unterstützt LDAC und aptX HD (quasi verlustfreies Bluetooth) sowie Bluetooth 5.4 mit ordentlich Reichweite.
Use Cases für den LP100
- Plattenspieler kabellos: Am Phono-Eingang anschließen, Signal per Bluetooth an Kopfhörer oder Lautsprecher.
- TV-Ton an Kopfhörer: Fernseher über HDMI eARC verbinden, abends auf dem Sofa ohne jemanden zu stören Serien schauen.
- CD-Player im Garten: Per Optical/Coax angeschlossener CD-Player funkt per Bluetooth an den Lautsprecher im Garten.
- Streaming über Stereoanlage: Spotify Connect, Tidal Connect, Apple Music via AirPlay 2, Google Cast — alles direkt integriert.
Alle Anschlüsse auf einen Blick
- Phono-Eingang
- RCA In/Out
- Optical + Coax
- USB-A (für Sticks)
- USB-B (PC)
- HDMI eARC
- Subwoofer-Ausgang
- LAN
Arylic LP10 — das 99-€-Upgrade
Nicht jeder braucht so eine Schaltzentrale. Nicht jeder will 399 € ausgeben. Genau dafür gibt es den LP10. 99 €, ungefähr so groß wie ein Kartenspiel — und macht eine Sache richtig gut: Er bringt jedes ältere Soundsystem ins WLAN.
Bei mir hängt der LP10 an meinem älteren LG-Heimkino. Das klingt nach wie vor super, konnte aber nie streamen. Ich habe den LP10 per optischem Ausgang angeschlossen — ab sofort läuft Spotify, Apple Music (AirPlay 2) und Google Cast direkt darüber. Einrichtung in unter 5 Minuten.
Clever gelöst: USB-C-Stromversorgung
Der LP10 wird per USB-C mit Strom versorgt. Du kannst ihn sogar an einen freien USB-Anschluss deines Fernsehers oder AV-Receivers hängen und brauchst nicht mal eine eigene Steckdose. Sauber versteckbar.
Ausstattung:
- Kleines OLED-Display
- Fernbedienung im Lieferumfang
- AirPlay 2 & Google Cast
- Multiroom-fähig mit HomePods und Google Nest
Wichtiger Tipp: Optical statt Analog
Wenn dein Gerät einen optischen Eingang hat — nutze den statt des analogen 3,5-Millimeter-Ausgangs. Über Optical klingt der LP10 spürbar besser, weil dann der DAC deines bestehenden Systems die Arbeit übernimmt.
Was an beiden Geräten besser sein könnte
Bei beiden Geräten ist die Go-Control-App funktional, aber nicht besonders hübsch oder intuitiv. Das geht besser. Der LP100 hat außerdem kein Display — er zeigt den aktuellen Eingang über verschiedene LED-Farben an. Das sieht in der Praxis cool aus, aber man muss sich erstmal merken, welche Farbe für welchen Eingang steht.
Die gute Nachricht: Die App lässt sich einfach durch ein Update verbessern. Das kann also noch kommen.
Fazit — für wen lohnt sich was?
Was mich an beiden Geräten überzeugt hat, ist das Grundkonzept: Du musst deine bestehende Anlage nicht ersetzen, du rüstest sie einfach auf.
LP100 für 399 € lohnt sich wenn …
… du eine gute Anlage hast, einen Plattenspieler, vielleicht einen Fernseher, den du über HDMI einbinden willst — und einfach eine Schaltzentrale für alles brauchst. Die Anschlussvielfalt ist wirklich beeindruckend.
LP10 für 99 € lohnt sich wenn …
… du ein älteres System für möglichst wenig Geld streamingfähig machen willst und dein Gerät einen optischen Eingang hat. Er macht genau das, was er soll — nicht mehr, nicht weniger. Für den Preis und den Zweck ein fairer Deal.