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Vidaa OS im Test: Was kann Hisenses TV-Betriebssystem im Alltag wirklich?

Hinweis: Bezahlte Kooperation mit Hisense. Dieser Blog finanziert sich über solche Kooperationen statt über klassische Werbung auf der Seite. Meine Meinung bleibt immer unabhängig — auch wenn ein Produkt bezahlt wurde.

Vidaa OS ist das hauseigene Smart-TV-Betriebssystem von Hisense — vorinstalliert auf TVs und Beamern wie dem C2 Ultra. Statt Google TV oder Fire TV ein Eigengewächs. Lohnt sich das oder sollte man lieber einen Stick nachrüsten?

Von Alon · 07. Dezember 2025 · 2 Min. Lesezeit
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Wer sich einen Hisense-Fernseher oder -Beamer kauft, bekommt Vidaa OS mit. Das ist Hisenses hauseigenes Smart-TV-Betriebssystem — kein Android TV, kein Fire TV, kein webOS. Ein Eigengewächs auf Linux-Basis.

Nach längerer Nutzung auf meinem Hisense C2 Ultra kann ich sagen: Vidaa ist schlicht unterschätzt.

Performance — der größte Pluspunkt

Vidaa OS läuft spürbar schneller als Android TV auf vergleichbarer Hardware. Boot-Zeit unter 10 Sekunden, App-Wechsel ohne Ruckler, Menü ohne Verzögerung.

Das liegt an zwei Faktoren:

  • Weniger Hintergrundprozesse — Vidaa ist schlanker aufgebaut
  • Keine Werbe-Overlays im Homescreen wie bei neueren LG/Samsung-Oberflächen

UI & Navigation

Die Oberfläche ist übersichtlich und klar strukturiert. Oben Streaming-Apps, darunter empfohlene Inhalte, dann Einstellungen. Keine Werbeverseuchung auf der Startseite. Das ist angenehmer als bei vielen Konkurrenten.

Streaming-Apps — alles Wichtige dabei

Vorinstalliert sind:

  • Netflix
  • Amazon Prime Video
  • Disney+
  • YouTube
  • DAZN
  • waipu.tv, Joyn, Zattoo
  • Diverse regionale Dienste

Damit sind 90 % aller Standardnutzer abgedeckt. Wer spezielle Nischen-Apps braucht (Plex-Clients, IPTV-Tools, bestimmte Fitness-Apps), stößt an die Grenzen des App-Stores.

AirPlay 2 & Cast

Auf neueren Geräten (Hisense C2 Ultra, U8N) ist AirPlay 2 direkt integriert — Apple-User können nahtlos streamen. Auf älteren Modellen fehlt das.

Google Cast gibt es nicht. Stattdessen gibt es VIDAA Cast (app-basiert), was aber nicht ganz so nahtlos funktioniert wie Chromecast auf Android TV.

Sprachsteuerung

Vidaa unterstützt Alexa und die hauseigene VIDAA Voice. Für Basic-Kommandos („Schalte auf Netflix“, „Spiel Folge 3“) funktioniert das zuverlässig. Für komplexere Suchen ist es noch nicht ganz auf Google-Assistant-Niveau.

Updates & Langzeit-Support

System-Updates kommen seltener als bei Google TV — etwa 2-3 Mal pro Jahr. App-Updates laufen über die App-Anbieter selbst regulär. Das heißt: Neue Streaming-Features kommen schnell, Betriebssystem-Verbesserungen eher langsam.

Fazit — reicht Vidaa oder braucht man einen Stick?

Vidaa reicht wenn du …

  • die üblichen Streaming-Dienste nutzt (Netflix, Prime, Disney+, YouTube)
  • Wert auf schnelle, werbefreie Bedienung legst
  • AirPlay statt Google Cast willst (neuere Modelle)

Zusatz-Stick lohnt sich wenn du …

  • Nischen-Apps wie Plex oder Emby nutzt
  • Spezielle IPTV-Clients brauchst
  • Fitness-Apps wie Fitness+ oder Peloton verwendest
  • ein sehr umfangreiches Smart-Home-Setup mit Google Home hast

Für die allermeisten Nutzer ist Vidaa OS überraschend gut genug — und oft sogar angenehmer als die Konkurrenz.

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